
Nach Wien fliegen die meisten Flugzeuge in Österreich Salzburg an. Über 300 Starts und Landungen verzeichnete der Flughafen an einem der stärksten Reisetage im Februar. Flugzeuge verursachen nicht nur Treibhausgase und Lärm, sie brauchen auch viel Platz. 175 Hektar umfasst der Salzburger Flughafen. Dringend benötigter Wohnraum könnte dort entstehen.
Das Gedankenspiel um die Auflassung des Flughafens hat 2014 der Umweltaktivist Erik Schnaitl mit einer Postkartenkampagne angeregt. 2015 erschien außerdem eine verkehrswissenschaftliche Diplomarbeit von Elisabeth Zeller, die eine mögliche Andersnutzung als Beispiel durchrechnete. Über 6300 Wohnungen und 8400 Arbeitsplätze könnten entstehen. Derzeit arbeiten am Flughafen 1300 Menschen. Die 105 Millionen Euro teure Sanierung des Flughafenterminals 2027 würde man sich ebenso sparen.
Dass solche Vorschläge derzeit wohl Gedankenspiele bleiben, verwundert nicht. Selbst das Einschränken von Kurzstreckenflügen als minimale Klimaschutzmaßnahme wird angefochten. Statt sich an ewiggestrigen Forderungen festzuklammern, sollte die Salzburger Politik eine zukunftsfähige, lebenswerte Stadtentwicklung fördern, meint Flora Patzer im Podcast der Radiofabrik mit Erik Shhnaitl von FairKehr und Martin Loidl vom Mobility Lab der Univrsität Salzburg. Hier zum Reinhören.
