
Die Raddemo in Salzburg am 26. April 2024 war ein voller Erfolg. Mit 400 bis 500 Teilnehmenden konnte die Radlobby Salzburg ihren Forderungen an die zukünftige Stadtregierung Nachdruck verleihen.
Nach einer gemeinsamen Radrunde durch die Stadt wurde der Forderungskatalog ins Schloss Mirabell gebracht, wo die Stadtregierung sitzt. Diese will nun dafür sorgen, dass der Anteil des Fahrrades im Gesamtverkehr steigt. Der Job des neuen Radkoordinators werde aber etwas anders sein, sagt der designierte Bürgermeister Bernhard Auinger, der auch für den Sport zuständig ist: „Wir wollen einen Mobilitätskoordinator mit erweiterten Aufgaben. Es muss auch eine gute politische Unterstützung für diese Aufgabe geben.“
Bei der Übergabe der Forderungen informierte die künftige Planungsstadträtin Anna Schiester (Bürgerliste) die Teilnehmer. Es ging dabei um die von der Stadtpolitik geplanten Schritte der kommenden Jahre. Das Radbudget solle von zwei auf vier Millionen Euro pro Jahr verdoppelt werden, und das Radverleihsystem S-Rad (früher S-Bike) werde endlich kommen.
Es gab zahlreiche Presseberichte, hier jene von Salzburg24, ORF Salzburg. Und Leserbriefe gab es auch bereits, hier noch ein zweiter.
Hier die zehn Fordeurngen der Radlobby:
- Für das gemeinsame Ziel eines Radverkehrsanteils in der Stadt Salzburg von ganzjährig mindestens 35 Prozent, das in den nächsten zehn Jahren erreicht werden soll!
- Für ein städtisches Rad-Sonderbudget von 40 Millionen Euro für die Erreichung dieses Ziels.
- Für eine koordinierende, planende, werbende, informierende und mit den BürgerInnen, den Betrieben, Schulen, Universitäten und anderen Einrichtungen zusammenarbeitende Rad-Task-Force im Magistrat!
- Eine sichere Anbindung an das Radwegenetz für jede Schule, jedes Einkaufszentrum, jeden größeren Betrieb, jeden Verkehrserreger, jeden Stadtteil und jede größere Siedlung.
- Für Rad-Schnellstrecken zwischen der Stadt und den umliegenden Orten.
- Für ganzjährig sichere, gepflegte und gut geräumte Radinfrastruktur (Radwege, Radstreifen, Radgaragen, Rad-Boxen und Rad-Abstellplätze).
- Für die rasche Umsetzung der bereits mit dem Land Salzburg erarbeiteten, vielversprechenden Pläne für die Salzachufer.
- Für gut gemachte Informationsoffensiven über Sicherheits- und Ganzjahresausrüstung.
- Für kommunale Anstrengungen zur Hebung des Images des Radfahrens.
- Für einen konstruktiven, gemeinsamen – oder zumindest mehrheitlichen – politischen Willen.
- Schluss mit der Blockade zwischen den verschiedenen Ressorts und Abteilungen im Schloss Mirabell!
