Öffentlicher Protest für verbindliche Sozial- und Ökostandards für alle Konzerne

Viel zu wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist, dass in der Woche vom 14-19. Oktober Verhandlungen zu verbindlichen UN-Regeln für Konzernen in Genf und Wien stattfinden. Das Bündnis „Anders Handeln“ (ehemals TTIP stoppen) führt eine europäische Unterschriftenaktion durch, für die bereits über 600.000 Unterschriften gesammelt wurden mit dem Ziel verbindliche Regeln für Konzerne festzulegen. Eine Aktivist_innengruppe fährt in dieser Woche durch D, CH und Ö von Genf bis Wien, um auf die Verhandlungen aufmerksam zu machen. Am 16. Oktober machte die Gruppe Station in Salzburg. Gemeinsam mit „Anders Handeln Salzburg“ gab es eine öffentliche Aktion mit einem Straßentheater, um 19 Uhr einen Infoabend zur Thematik.  U.a. geht es um den Widerstand gegen einen Internationalen Handelsgerichtshof und die außergerichtlichen Schiedsgerichte (ISDS), über die KOnzerne Staaten klagen, wenn sie aufgrund von Umwelt- oder Sozialauflagen Gewinnnachteile befürchten. Doch eigentlich müsste es umgekehrt sein: Staaten müssten Konzerne klagen dürfen, wenn sie Umwelt- und Sozialstandards nicht einhalten.

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Hans Holzinger

Zukunfts- und Nachhaltigkeitsforscher, Senior Adviser der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg, Bildungswerkleiter in Seekirchen, 2010-2014 Lehrauftrag an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Autor und Vortragender, Auswahl Bücher: "Wirtschaftswende" (2024), "Post-Corona-Gesellschaft" (2020), "Von nichts zu viel - für alle genug" (2016), "Neuer Wohlstand. Leben und Wirtschaften auf einem begrenzten Planeten" (2012); "Sonne statt Atom. Robert Jungk und die Debatten über die Zukunft der Energieversorgung seit den 1950er-Jahren" (2013), "Von nichts zu viel - für alle genug" (2016), "Post-Corona-Gesellschaft" (2020). Forschungsschwerpunkte: Zukunft der Arbeit und sozialen Sicherung, globaler Ausgleich, neue Wohlstandbilder. Mitglied u.a. von Scientists for Future, Attac, Gemeinwohlökonomie, , Südwind, Amnesty International.

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