Neue Veranstaltungen des Afro-Asiatischen Instituts

Der Einfluss Chinas in Afrika
Die internationale Afrikapolitik erfährt eine neue Wende. Dies nicht nur aus europäischer Sicht, wobei hier Förderungen und „Partnerschaften“ aus Europa zugleich auch stark an politische Erwartungen wie etwa zur Reduktion von Migration aus Afrika nach Europa gekoppelt sind. Auch Japan oder die Golfstaaten drängen verstärkt nach Afrika. Russland gewinnt ebenfalls in Afrika zunehmend an Bedeutung. Am augenscheinlichsten wird aber das strategische Interesse an Afrikas Ressourcen durch das Engagement Chinas, welches riesige Summen – auch als Kredite – in Länder des afrikanischen Kontinents „pumpt“. Begleitet wird dieses Investment Chinas von Befürchtungen der Schaffung finanzieller Abhängigkeiten, materieller Ausbeutung und politischer Knebelung von Ländern des afrikanischen Kontinents. Aus der Sicht afrikanischer Länder birgt die Zusammenarbeit mit China eine gute Alternative abseits der Migrations- und Demokratisierungswünsche Europas.
Referierende: Belachew Gebrewold (Innsbruck/Äthiopien), Professor für internationale Politik am Management Center Innsbruck
Termin: Dienstag, 22. März 2022, 19 Uhr
Ort: Online via Zoom
Anmeldungen: office@aai-graz.at
Eine Veranstaltung des Afro-Asiatischen Instituts Graz in Kooperation mit Global Studies (UNI Graz), dem Afro-Asiatischen Institut Salzburg sowie dem Welthaus Graz.

Thementag: Faire Schokolade. Decolonize Chocolate 2
Filmabend mit Regiegespräch
Den Auftakt des Thementags macht um 17 Uhr die fairafric-Dokumentation „Decolonize Chocolate 2“, die vom Bau der ersten Bio-Schokoladenfabrik Westafrikas berichtet. 70% des weltweiten Kakaos stammen aus Afrika, weniger als ein Prozent der Schokolade werden allerdings auf dem Kontinent produziert.  Die solarbetriebene Fabrik von fairafric beschäftigt mittlerweile über 85 Mitarbeiter*innen und wird komplett von ghanaischer Hand geführt. Außerdem wurde unter dem Dach der Fabrik eine Chocolaterie-Schule eingerichtet, die den Menschen in Ghana neue Ausbildungsmöglichkeiten bieten soll. Im Anschluss an die Filmvorführung (58 min.) diskutieren wir mit Julia Gause, der Managing Director (for Europe) von fairafric, über Themen wie Dekolonialisierung der Lebensmittelindustrie und die Rahmenbedingungen des Kakaoanbaus in Westafrika.
Termin: Donnerstag, 24. März 2022, 17 Uhr
Ort: Afro-Asiatisches Institut Salzburg, Clubraum (EG), Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg
Eintritt: kostenlos. Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln
Anmeldung erforderlich:  0662/841413-13, office@aai-salzburg.at
In Kooperation mit: fairafric, afrika.info, Grünes Kino von PLUS Green Campus

Auf den Spuren der SchokoladeWeltdinner
Ganze acht Kilo Schokolade verdrückt jede*r Österreicher*in pro Jahr. Damit liegen wir – hinter den Schweizer*innen – weltweit auf Platz 2. Für unseren Genuss arbeiten 5,5 Mio. Kleinfarmer*innen in Westafrika und Lateinamerika. Ihnen bleibt in der Regel nur ein Bruchteil des Verkaufspreises. In diesem Weltdinner werden wir unter fachkundiger Anleitung Osterköstlichkeiten mit ausschließlich fair gehandelten Rohstoffen herstellen. Die Schokolade dazu kommt von fairafric (siehe Decolonize Chocolate 2). Südwind Salzburg wird interaktiv in die Thematik einführen und die süßen und dunklen Seiten der Schokoladenproduktion beleuchten.
Termin: Donnerstag, 24. März 2022, 19-21 Uhr
Ort: Afro-Asiatisches Institut, Clubraum (EG), Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg
Referierende: Sonja Schachner-Hecht (Südwind Salzburg), Kerstin Bruckmoser (Konditorin/Konfiseurin)
Unkostenbeitrag: Pay as you feel (Mindestbeitrag € 3)
Anmeldung erforderlich: 0662/84141313, office@aai-salzburg.at
In Kooperation mit: Katholische Hochschulgemeinde, Südwind Salzburg, afrika.info

Identitätspolitik der Vergangenheit und GegenwartGlobal Space Iran
Die arabische Eroberung des Irans im Jahr 651 n. Chr. führte dazu, dass die einst zoroastrische Gesellschaft gezwungen war sich zum Islam zu bekehren. Im Laufe der Geschichte einigten sich die Iraner*innen zumeist auf eine gemeinsame Basis, die sich sowohl einer muslimischen wie auch iranischen Identität verschrieb. Im Jahr 1905 kam es jedoch zu einer Bewegung, gefolgt von einer Revolution, die eine säkulare iranische Identität und ein westlich orientiertes Regierungssystem förderte. Im Jahr 1979 wendet sich das Blatt mit der islamistischen Revolution und Staatsform, die bis heute das Land prägt. Die Spannung zwischen diesem Regime und einer Vielzahl an Iraner*innen, die sich nach Säkularismus, Demokratie, Freiheit und dem Wiederaufleben ihres kulturellen Erbes sehnen steigt von Jahr zu Jahr.
Referierende: Hamid Mirhosseini (Salzburg/Iran) Doktorand an der Fakultät für Kultur- und Gesellschaftswissenschaft, Uni Salzburg
Termin: Donnerstag, 31. März 2022, 18:30 Uhr
Ort: Afro-Asiatisches Institut, Clubraum (EG), Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, 5020 Salzburg
Sprache: Englisch. In Kooperation mit: Zentrum Theologie interkulturell Studium der Religionen der Universität Salzburg

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