Armutskonferenz: „Selber schuld. Armut und die Leistungslüge“ 29./30.4

Dienstag 28. April 2026 bis Mittwoch 29. April 2026
Bildungszentrum St. Virgil / Salzburg

Viele Tätigkeiten, die unsere Gesellschaft am Laufen halten, sind schlecht bezahlt und wenig wertgeschätzt. Doch Sorgearbeit, Kindererziehung, Pflege und allgemeine Reproduktionsarbeit sind grundlegend für unser Arbeits- und Wirtschaftsleben. Ohne sie funktioniert keine Gesellschaft. Gleichzeitig zeigt sich: Wer erbt, hat bessere Chancen. Status wird weniger durch Leistung erworben als vielmehr in der Geburtslotterie. Die Leistungslüge verdeckt diese Ungerechtigkeit, indem sie Armut und Ungleichheit zu einem persönlichen Versagen erklärt. Dahinter verbirgt sich die unausgesprochene Annahme, dass Menschen ihre Armut und ihren Reichtum schon „verdient“ haben.

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Hans Holzinger

Zukunfts- und Nachhaltigkeitsforscher, Senior Adviser der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg, Bildungswerkleiter in Seekirchen, 2010-2014 Lehrauftrag an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Autor und Vortragender, Auswahl Bücher: "Wirtschaftswende" (2024), "Post-Corona-Gesellschaft" (2020), "Von nichts zu viel - für alle genug" (2016), "Neuer Wohlstand. Leben und Wirtschaften auf einem begrenzten Planeten" (2012); "Sonne statt Atom. Robert Jungk und die Debatten über die Zukunft der Energieversorgung seit den 1950er-Jahren" (2013), "Von nichts zu viel - für alle genug" (2016), "Post-Corona-Gesellschaft" (2020). Forschungsschwerpunkte: Zukunft der Arbeit und sozialen Sicherung, globaler Ausgleich, neue Wohlstandbilder. Mitglied u.a. von Scientists for Future, Attac, Gemeinwohlökonomie, , Südwind, Amnesty International.

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