„Nicht länger zuschauen.“ | E-Mails an Politiker und Politikerinnen senden

„Demokratie bedeutet das Zulassen unterschiedlicher Meinungen. Doch wenn die Grenzen des Anstandes und der Menschlichkeit überschritten werden, braucht es das Aufstehen der Anständigen. Ich schäme mich für den österreichischen Bundeskanzler, dem zur neuen Tragödie syrischer Flüchtlinge nichts anderes einfällt, als dass die EU die Außengrenzen vor hilflosen Kindern, Frauen und Männern schützen müsse. Anstatt die EU aufzurufen nicht länger zuzusehen und selbst dazu beizutragen, dass geholfen wird. Billiger Stimmenfang, weil jemand glaubt die Menschen denken und wollen das so. Doch diese m. E. zynische menschenverachtende Haltung erzeugt erst jene Stimmung aus Angst und Aggression. Sachliche Lösungen nicht auf dem Rücken der Notleidenden sehen anders aus. So hoffe ich auf zahlreiche Stimmen der Menschlichkeit auch aus der ÖVP mit ihrem christlichen Hintergrund.“ (Hans Holzinger, Redaktion Plattform Zivilgesellschaft Salzburg)

Gerne greifen wir den Vorschlag von Markus Pausch auf, in Briefen Politiker und Politikerinnen anzuschreiben mit der Bitte um Mitteilung, was sie in ihren Möglichkeiten gegen die untragbaren Zustände der geflüchteten Menschen in Syrien, der Türkei und Griechenland zu tun gedenken. Untenstehend ein Textvorschlag. Die Emailadressen findet man/frau leicht im Internet.

Sehr geehrte/r …

Sie kennen die Bilder von hungernden und frierenden Kindern, von Menschen in den griechischen Flüchtlingslagern. Was gedenken Sie gegen diese untragbaren Zustände in Ihrem Handlungsbereich zu unternehmen? Dieses Desaster steht seit 5 Jahren an. Kein Plan, nichts ist geschehen und jetzt drängen Flüchtlinge aus der Türkei nach Europa. Es darf doch wohl nicht wahr sein, dass wir Polizei und Tränengas als Antwort schicken!

Ich fordere Sie dringend auf, alles zu tun, dass Österreich in der EU konstruktive Schritte zu einer Problemlösung setzt, um diese humanitäre Katastrophe zu beenden.

Mit besten Grüßen

N. N.

2 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Holzinger,
    seit vielen Jahren schätze ich Sie als Manager der Zukunftsbibliothek. Ich habe auch keinerlei Grund, an der Integrität Ihrer Person zu zweifeln. Der Text, den Sie für die Plattform Zivilgesellschaft Salzburg verfasst haben (siehe oben) gibt mir allerdings zu denken: Zu Ihrem Ansatz habe ich keinerlei Zugang, ich finde darin nichts, was ich teilen könnte, im Gegenteil. Glauben Sie mir: Ich habe dafür gute Gründe. Vielleicht gibt das auch Ihnen zu denken.
    Mit freundlichen Grüßen
    Silvester Schröger

    • S. g. Herr Dr. Schröger, besten Dank für Ihre Zeilen. Demokratie bedeutet auch hier, dass man unterschiedlicher Ansicht sein darf. Meiner Meinung nach ließe sich die Flüchtlingstragödie dieses „Vertreibungskrieges“ (DIE ZEIT) durch das reiche Europa besser lösen, auch im Wissen, dass hier unterschiedliche Interessen im Spiel sind, etwa die Verlängerung des Deals mit Erdogan. Die Beendigung des Krieges muss natürlich das Ziel sein. Leider dzt. realistisch nur möglich wenn Assad mit Putins Unterstützung Idlib als letzte Region zurückerobert hat und die Rebellen, laut DIE ZEIT va Al Kaida-Kämfer, die Waffen abgeben. Das andere ist wie Europa auf das enorme Lied der Geflüchteten antwortet. Da erwarte ich mir mehr als „Grenzen dicht“.

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