Erfolgreicher Alternativ-Gipfel von „Solidarisches Salzburg“ mit 18 Veranstaltungen und Aktionen

„Es war der größte spartenübergreifende, interdisziplinäre und internationale Event der Salzburger Zivilgesellschaft seit 20 Jahren“, sagt Alina Kugler, Sprecherin von Solidarisches Salzburg über den einwöchigen Alternativ-Gipfel zum EU-Ratstreffen in Salzburg. Über 2.600 Menschen nahmen an den 18 Veranstaltungen teil. Dabei traten Vortragende aus Rom, Paris, Berlin, München, Wien, aus Mali und dem Niger, aus Graz, Wien und Salzburg auf. Der Alternativ-Gipfel wurde über ein halbes Jahr lang vorbereitet – auf rein ehrenamtlicher Basis.

SOZIALE FRAGEN UND SEENOTRETTUNG
In den Mittelpunkt stellten die Organisatoren soziale Themen, wie Arbeit und Wohnen, sowie die Seenotrettung am Mittelmeer. „Das überwältigende Interesse hat gezeigt, dass vielen Menschen nicht gleichgültig ist, wenn jährlich tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken. Die europäischen Regierungen behindern die Arbeit privater Seenotretter, während sie unsere Steuergelder an libysche Milizen und Militärdiktaturen wie in Ägypten geben, damit diese Flüchtende mit Waffengewalt von Europa fernhalten. Die Regierungen tun mehr gegen die Retter als gegen das Sterben“, sagt Peter Ruhmannseder, Sprecher von Solidarisches Salzburg: „Wir wollen ein Europa, für das man sich nicht
schämen muss.“
Kritisch wird das Ergebnis des EU-Gipfels bewertet: „An den realen Problemen der Menschen hat der Gipfel nichts geändert. Noch immer zahlen multinationale Konzerne keine Steuern, während bei der Notstandshilfe und bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik gekürzt wird. Niemand, der in Salzburg mit den hohen Wohnkosten kämpft, von Armut oder prekären Arbeitsverhältnissen betroffen ist, oder sich einfach Sorgen um unseren Planeten macht, hat etwas davon, wenn die Regierungschefs über noch mehr Mauern und Zäune reden“, sagt Ruhmannseder.

Die Bilanz der Veranstaltungen und Aktionen kann sich sehen lassen: 35 Organisationen sind mittlerweile Teil von „Solidarisches Salzburg“ mit. 230 Ehrenamtliche haben an der Umsetzung des Alternativ-Gipfels mitgewirkt. Es gab 18 Veranstaltungen und Aktionen mit 2.600 Teilnehmenden, 57 Stunden Programm mit 42 Referierenden. 120 Medienberichte wurden gezählt, die Online-Reichweite wird mit 180.000 UserInnen angegeben.

Dass die Demonstration ein anderes Ende genommen hat, als geplant, kritisieren die OrganisatorInnen. Das Ziel der Demo habe „Solidarisches Salzburg“ klar kommuniziert: „Wir freuen uns auf eine kreative, lautstarke und gewaltfreie Großdemonstration und anschließende Kundgebung.“ Einige Zwischenfälle haben dies leider verhindert.

 

 

 

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