Lob für Alternativ-Gipfel – Kritik an zu einseitiger Medienberichterstattung

„Berichtet wurde fast nur über „Sachbeschädigung und Verkehrsstau“ 
Leserbrief an „Salzburger Nachrichten“  von Nicola Korntner und Friedrich Rücker, 5020 Salzburg

Wir möchten uns zunächst herzlich für alle Vorträge und Diskussionen beim Alternativgipfel in der Tribüne Lehen, veranstaltet von der Initiative „Solidarisches Salzburg“, bedanken.
Wir erlebten ausnahmslos interessante, informative und spannende Vorträge zu Themen wie Menschenrechte, Frauenrechte, Friedens-und Sicherheitspolitik, soziale Grundrechte, alternative Landwirtschaft und vor allem Flüchtlingspolitik unter Teilnahme von ausgezeichneten Expertinnen und Experten. Vielen Dank an „Solidarisches Salzburg“, ihre Sprecherinnen und Sprecher, alle Beteiligten, HelferInnen und UnterstützerInnen für euer Engagement! Danke an alle teilnehmenden Organisationen, Vereine und Privatpersonen!

Wir finden es nur schade, dass nach der letzten Demonstration am Donnerstag, dem 20.09. nur noch von chaotischen Demonstranten und Ausschreitungen die Rede ist. Diese wenigen Personen stehen bei weitem nicht für alle anderen weit über tausend Demonstrationsteilnehmerinnen, die friedlich und vielfältig ihren Protest gegen die menschenverachtende Flüchtlingspolitik der österreichischen Bundesregierung zum Ausdruck brachten. Auch sind wir enttäuscht über die österreichischen Medien, denen die oben geschilderten Rahmenveranstaltungen kaum eine Zeile wert waren.
Berichtet wurde fast nur über „Sachbeschädigung und Verkehrsstau“ in Folge der Demonstration von 20.9. Ausgewogene und neutrale Berichterstattung sieht anders aus, finden wir. Liebe MedienvertreterInnen, Österreich könnte gerade jetzt jede Unterstützung brauchen, um in Zeiten wie diesen das Recht auf Demonstrationsfreiheit und öffentliche Meinungsäußerung zu behalten und gegen Angriffe zu verteidigen !
Was werden Sie berichten, wenn es zu spät ist und wir alle unser Recht auf Kundgebungen, Versammlungen und Protest im öffentlichen Raum nicht mehr wahrnehmen können ?

Foto: Faksimile Salzburger Nachrichten

 

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